Dienstag

16:00 - 22:00 Uhr

Noch Fragen?

1. Wozu dient die Benutzerordnung der Kletterhalle Ehrwald?

Die Benutzerordnung dient zur Aufklärung und zu Deiner eigenen Sicherheit. Wir wollen Dich auf diesem Wege auf die üblichen Verhaltensregeln und auf die durchaus auch tödlichen Gefahren in der Kletterhalle aufmerksam machen. Außerdem werden Dir unsere Geschäftsbedingen z.B. beim Kauf oder Verlust einer Eintrittskarte oder bei der Buchung eines Kletterkurses erläutert.  Du kannst Dir die BO und die Regeln für die Halle/Klettern/Bouldern zu Hause herunterladen, aufmerksam durchlesen und damit bei Deiner erstmaligen und einmaligen Registrierung viel Zeit ersparen.

2. Darf die Kletterhalle mit Schuhen betreten werden?

Ja, die Kletterhalle darf mit Schuhen betreten werden, aber nicht der weiche Sicherheitsboden der Kletterhalle. Ein Aufenthalt ist für Besucher, Partner und Freunde nur im Chill-Lounge Bereich möglich.

3. Wozu dient die Einverständniserklärung?

Die Registrierung Deiner Daten dient in erster Linie der Aufklärung und damit zusammenhängend der Sicherheit. Mit Deiner Unterschrift bestätigst Du uns, die Benutzerordnung und die Regeln in der Halle gelesen zu haben und mit ihrer Geltung, bei Deinen Eintritten in die Kletterhalle einverstanden zu sein.  Deine aufgenommenen, personalbezogenen Daten werden lediglich für firmeninterne Statistiken und für die polizeiliche Erstaufnahme bei Unfällen benötigt.

Solltest Du das Registrierungsformular vollständig ausfüllen können und mit unserer Benutzerordnung (BO) bzw. unserem Regelwerk einverstanden sein, erhältst du eine Registrierungskarte, die Dich zum Kauf der Eintrittskarte berechtigt. 

4. Gibt es die Möglichkeit Getränke zu kaufen, auch wenn das Restaurant geschlossen ist?

Ja, seit dem Bau der neuen Chill-Lounge hast Du die Möglichkeit Dir einen erstklassigen Kaffee, als auch Getränke bei uns zu kaufen. Auch für den kleinen Hunger bieten wir verschiedenste Riegel an.

5. Was versteht man unter Bouldern?

Bouldern – von englisch: Felsblock – nennt man das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe. Früher wurde das Bouldern mehr oder weniger nur im „Querklettermodus“ als Trainingszweck für das richtige Klettern mit Seil praktiziert. 

Seit einigen Jahren hat sich das Bouldern zu einer eigenständigen Disziplin im Klettersport entwickelt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Diese junge, dynamische und teils sehr akrobatische Sportart kommt vor allem beim jüngeren Publikum sehr gut an und macht besonders in der Gruppe sehr viel Spaß. Man checkt gemeinsam die Probleme aus, unterstützt sich gegenseitig und analysiert im Team. Und da es dafür keine besonderen Voraussetzungen braucht, kann auch der Anfänger gleich loslegen. Es gilt lediglich, sich an die Boulderregeln in unserer Kletteranlage zu halten. 

7. Was versteht man unter Seilklettern?

Das Klettern ist keine Mode oder eine neue Erfindung sondern hat in unseren Breiten eine lange Tradition. Beispielsweise wird Seilklettern direkt in der Stadt Innsbruck (z.B. im Höttinger Steinbruch) schon seit über 100 Jahren praktiziert. Sogar Hermann Buhl hat diese Felsen über den Toren von Innsbruck bereits zum seinem „Trainingszentrum“ für die großen Unternehmungen auserkoren. Das Klettern im Gebirge oder an den Felsen der Klettergärten erfolgt prinzipiell mit Seilsicherung und daher zu zweit.

8. Was ist beim Seilklettern zu beachten?

Da beim Seilklettern ab einer gewissen Höhe Stürze auch tödlich enden können, ist ein geschulter und professioneller Umgang mit der Seilsicherung lebensnotwendig. 

Um Bodenstürze zu vermeiden, bindet sich der Kletterer selbst mit einem Knoten in den Klettergurt ein und hängt anschließend das Seil in die, in unserer Halle bereits vorinstallierten, Karabiner der Zwischensicherungen ein. Oben angekommen, hängt der Kletterer den anschließenden Umlenkkarabiner ein und lässt sich von seinem Partner langsam und gleichmäßig wieder zum Boden abseilen.

Der Sicherer verwendet hierfür ein eigenes Sicherungsgerät, durch welches das Seil hindurch läuft. Modernen Seilkletterer in den Kletterhallen und in Klettergärten wird neuerdings die Verwendung sogenannter „Halbautomaten“ empfohlen. Das Klettern mit Achter, Tuber oder HMS ist im Sportklettern – vor allem im Anfängerbereich – nicht mehr zeitgemäß.  

Um seinen Partner sichern und halten zu können gibt der Sicherer seinem Kletterpartner ausreichend Seil, damit dieser die Karabiner einhängen kann. Gleichzeitig gibt er ihm aber nur so viel an „Schlapp“-Seil, dass er niemals zu Boden stürzen kann, denn der Sicherungspartner muss zu jeder Zeit damit rechnen, dass der Kletterer unterwartet stürzen oder abrutschen kann. 

Das Halten eines Sturzes sollte trotz der Verwendung von „Halbautomaten“ dynamisch erfolgen, was ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Übung und Erfahrung verlangt. Vor allem das Sichern von extrem leichten oder sehr schweren Kletterpartner erfordert viel Feingefühl, das erst erlernt werden muss. 

Lass Dich hier ausbilden, denn Du hältst das Leben Deines Partners in Deinen Händen! 

9. Du kannst nicht Klettern?

Dann kannst du Dich für einen unserer Kletterkurse anmelden. Hier lernst Du die ersten Klettertechniken im Bouldern und im Seilklettern sowie den richtigen Umgang mit dem Seil (top rope, Vorstieg, Stürzen und Sichern, …) oder auch den Umgang mit den Toppas Sicherungsgeräten.  

Solltest Du keinen Kurs besuchen wollen, so kannst Du nur mit einer fachkundigen Person bei uns zum Klettern gehen, die die volle Verantwortung für Dich übernimmt und auch die nötigen Anleitungskompetenzen hierfür besitzt. Es liegt in Deiner Verantwortung für eine fachkundige Anleitung zu sorgen. 

10. Wie verläuft der Partnercheck?

Vor dem Start in jede Route wird erneut ein Partnercheck durchgeführt, der verhindern soll, dass sich, auch auf Grund der zunehmenden Ablenkung auf engem Raum, auftretende Schlampigkeits- bzw. Aufmerksamkeitsfehler einschleichen. Lies Dir die Informationen zum Partnercheck genau durch und führe ihn ausnahmslos durch! Mache Dir bewusst, dass dieser Check auch so manchem Spitzenkletterer schon große Verletzungen ersparen hätte können.

Überprüfe vor dem Start in einen gemeinsamen Klettertag, ob dein Kletterpartner unerwartete Stürze auch halten kann, ob ihr ein ausreichend langes Seil dabei habt, und checke dann direkt beim Einstieg in jede neue Route, gemeinsam mit deinem Partner, ob...
 

  • der Klettergurt richtig angezogen und immer noch zugezogen ist.
  • der Knoten richtig eingebunden wurde.
  • am Seilende ein Sicherheitsknoten gemacht wurde.
  • sich im Seil auch keine Knoten oder Knäuel befinden.
  • der Verschlusskarabiner zugeschraubt wurde.
  • das Sicherungsgerät richtig eingelegt wurde und führe dazu einen Blockiertest aus.

 

11. Was versteht man unter Top Rope Klettern oder unter Klettern im Nachstieg?

Eine erleichterte Art des Seilkletterns ist das Klettern mit Seilsicherung von oben. Es wird also nicht im Vorstieg geklettert, während dessen ein Kletterer von unten bis oben alle Zwischensicherungen erst selbst einhängt und daher weitere Stürze in Kauf nehmen muss. Bei Top Rope ist das Seil bereits in der Umlenkung am Ende der Route eingehängt und man klettert im Nachstieg bzw. im Top Rope nach oben. Auf diese Art kommt es zu keinen weiten Stürzen und der Kletterer kann sich bei Unsicherheiten oder Problemen einfach nur „ins Seil setzen“.

Beim Klettern im Nachstieg des jeweiligen Vorsteigers, klettert der zweite Partner am bereits oben angehängten Seil die gleiche Route nach, und wird daher mit Seilsicherung von oben gesichert. Der nachsteigende Kletterer hängt dabei die gesamten Zwischensicherungen, die der Vorsteiger eingehängt hat, wieder aus. Wichtig dabei ist, dass am Ende der Route bei der Umlenkung vorschriftsmäßig beide Karabiner eingehängt wurden. 

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen darf niemals über diesen Umlenkpunkt hinausgeklettert werden und es darf daher auch niemals mitten in der Kletterwand im Nachstieg geklettert werden, wenn der Umlenkpunkt am Ende der Route nicht eingehängt wurde. 

Beim Klettern im Top Rope wird an einem von unserem Team bereits fix installiertem Seil geklettert, das oben durch zwei unabhängige und fest verschlossene Karabiner läuft. In diesen Routen sind keine Zwischensicherungen mehr eingehängt. In stark überhängenden Wänden darf auf Grund der Pendelgefahr nicht im Top Rope, sondern nur im Nachstieg geklettert werden. Die fix installierten Top Rope-Seile dürfen nicht abgezogen oder für den normalen Gebrauch im „Vorstieg“ in der Halle verwendet werden. 

 

12. Ist beim kostenlosen Eintritt in die Halle mit dem Z-Ticket auch die Ausrüstung (z.B. Schuhe, Gurt usw.) enthalten?

 

Die Ausrüstung ist nicht enhalten und muss separat ausgeliehen und bezahlt werden.

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